Mit Herzblut fürs Klinikum

Kommunales

SPD-Stadtratsfraktion besucht Klinikum der Stadt Worms

SPD-Stadtratsfraktion besucht Klinikum der Stadt Worms / Mutter-Kind-Zentrum schreitet voran

„Das kommende Mutter-Kind-Zentrum am Klinikum ist absolut beeindruckend und wird sehnlichst erwartet“, sprach SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst dem Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor Bernhard Büttner beim Besuch seiner sozialdemokratischen Stadträte im Wormser Klinikum aus der Seele: Zurückgeworfen von einem zwei Wochen vor dem Umzug ins neue Gebäude entdeckten Wasserschaden wurden die ursprünglichen Planungen des städtischen Krankenhauses rund anderthalb Jahre zurückgeworfen.

„Aufgrund des sehr umfangreichen Schadens ist eine vollständige Kernsanierung unumgänglich gewesen“, erinnerte sich Büttner im Gespräch mit gemischten Gefühlen an dem vom Land Rheinland-Pfalz mit 13,3 Millionen Euro bezuschusstem Bau zurück. „Dass wir damals den Wasserschaden immerhin noch vor unserem Umzug bemerkt haben, ist unser Glück im Unglück gewesen“, so der Geschäftsführer des Klinikums. Landtagsabgeordneter Jens Guth, der sich für die Landeszuschuss eingesetzt hatte, will sich auch weiterhin für den Ausbau des Klinikums und die Gesundheitsversorgung einsetzen.

Sobald wie erhofft das Mutter-Kind-Zentrum Mitte 2019 endgültig einziehen kann, werden nach Angaben Büttners sowohl die Kinderklinik als auch die Frauenklinik auf insgesamt drei Ebenen räumlich zusammengeführt sein. „Bislang sind unsere Kinderklinik und unsere Geburtshilfe leider durch mehrere Stockwerke getrennt“, freut er sich bereits auf eine räumlich komfortablere Ausstattung. „Indem wir ergänzend Kreißsäle, Operationsräume und Geburtshilfe im Gegensatz zu heute auf einer Ebene ansiedeln“, so Büttner weiter, „bieten wir dann einen höheren Standard – inklusive größerer Kapazitäten!“

Von der Geburt bis zur Geriatrie

Im obersten Stockwerk entstehen obendrein Kapazitäten zugunsten einer Geriatrie, die als Kernkompetenz des ehemaligen Hochstiftes übernommen werde. „Bis spätestens Ende 2019 ist der Umzug des Hochstiftes an unseren Standort geplant“, erklärte Büttner auf Nachfrage, die beiden Standorte wie geplant in Herrnsheim zusammenzuführen. „Nur da das Klinikum der Stadt Worms eines der bundesweit sehr wenigen Krankenhäuser mit schwarzen Zahlen ist, konnte überhaupt das Hochstift übernommen und gerettet werden“, dankte Jens Guth ausdrücklich für den Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze sowie der dort bekannten Expertise in der Pflege älterer Menschen.

Investitionen in Substanz und Köpfe

„Um alle baulichen Maßnahmen strukturiert und sowohl im Einklang mit unseren medizinischen Aufgaben als auch mit unserer angestrebten Entwicklung angehen zu können, erarbeiten wir mit unseren Architekten eine Zielplanung“, versicherte Büttner gegenüber der sozialdemokratischen Fraktion. Konkret nannte er beispielsweise die 35 Jahre alten Flachdächer. Der millionenschwere Sanierungsstau im alten Hochstift hingegen stelle ein hinreichend warnendes Beispiel für verschlafene Investitionen dar. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Kissel sei er mit der Landesregierung und dem zuständigen Gesundheitsministerium wegen der notwendigen Unterstützung der anstehenden Investitionen im Gespräch.

Neben der Bausubstanz verwies Verwaltungsdirektor Bernhard Büttner darauf hin, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Hausärzte in Rente gehen würden. „Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Wormser Gesundheitsnetzwerk WoGe ein Kooperationsprogramm aufgelegt, um Hausärzte auszubilden“. Dank der vereinbarten Verbundweiterbildung mit der Ärztegenossenschaft WoGe und den niedergelassenen Ärzten werde eine sehr gute sowie abgestimmte medizinische Region Worms geboten, so dass angehende Ärztinnen und Ärzte als sogenannter Weiterbildungsassistent langfristig planen können. „Ohne eine ausreichende Ärztedichte verstopft uns andernfalls unsere Notfallaufnahme mit kleinen Wehwehchen“, begründet Büttner ein für alle vorteilhaftes Engagement des städtischen Klinikums bevor Timo Horst abschließend für die hervorragende Arbeit des Klinikums der Stadt Worms dankte.