Schwerbehinderte Menschen und die Arbeitswelt

Kommunales

Die deutsche Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken; eine erfreuliche Entwicklung und Hoffnung für viele Menschen die arbeitslos sind. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv, deren Aufgabe es ist sich in der politischen Arbeit um die Belange und Anliegen behinderter Menschen zu kümmern, hatte hierzu zum offenen Dialog eingeladen.

Zum Thema Inklusion am Arbeitsmarkt / Schwerbehinderung und Arbeit waren u.a. betroffene Mitbürger, Vertreter der Sozialverbände, die Schwerbehindertenvertreter verschiedener Betriebe und Organisationen, Arbeitgeber und der Krankenkassen. Ebenso der Behindertenbeauftragte der Stadt Worms Wolfgang Schall sowie Sozialdezernent Waldemar Herder.

Ziel der Gesprächsrunde war es die Herausforderungen und Chancen einer gelingenden Inklusion am Arbeitsmarkt zu diskutieren. Maria Unterschütz und Helmut Bauer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv, freuten sich über die rege Teilnahme und begrüßten alle Anwesenden. Die Einschätzung der anwesenden Vertreter der Caritas, der Lebenshilfe und dem SOVD waren genau so gefragt, wie die der Schwerbehindertenvertretung der Firma SBV Grace und der IKK Südwest.

Holger Voll, Referent der Veranstaltung, selbst Schwerbehindertenvertreter bei der Deutschen Bundesbank, hielt ein beeindruckendes Einführungsreferat. Er konfrontierte alle Anwesenden mit Zahlen, rechtlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Fördermöglichkeiten u.a. durch die Agentur für Arbeit. Holger Voll: “ Ich unterstützte in die Aussage der Vertreter der IKK Südwest Herrn Robinson und Herrn Sahler, dass Prävention und Wiedereingliederungsmaßnahmen von größter Bedeutung sind“.

Die lebhafte Diskussion machte deutlich, dass es keine einheitlichen Lösungswege geben kann. Die individuellen Beeinträchtigungen fordern persönliche Lösungen. Der Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Ulrich Granseyer und Charlotte Goliasch vom Förderzentrum Worms stellten noch einmal die erheblichen Integrationshindernisse geistig behinderter Menschen im Bereich Arbeit dar.

Die Betroffenen selbst wünschen sich ein transparentes und überschaubares Unterstützungssystem. Nur dadurch seien einfache und schnelle Förderung zu erhalten. Der Integrationsfachdienst Rheinhessen-Nahe ist in der Region ein guter Ansprechpartner für Arbeitgeber. Das gilt natürlich auch für die schwerbehinderten und arbeitssuchenden Menschen in und um Worms. „Auch der AK Selbst-Aktiv der SPD steht hier als Vermittler bereit“, so die Sprecher Unterschütz und Bauer abschließend.