SPD-Stadtratsfraktion Worms zur Erhöhung der Zuschussmittel für die Festspiele

Kommunales

In der aktuellen Diskussion um die Erhöhung des Zuschusses für die Festspiele weist Heidi Lammeyer als Mitglied des Gesellschafterausschusses darauf hin, dass der Wirtschaftsplan der Nibelungenfestspiel gGmbH die Kosten für die Herrichtung des Heylshofsparkes nach den Festspielen und für die Nibelungenfestspiele insgesamt transparent aufzeige. Da zudem alle Fraktionen im Ausschuss vertreten sind, sollten diese Fakten für niemanden eine Überraschung darstellen.

Festspiele sind herausragender Werbeträger

Gleichzeitig stellen Lammeyer und SPD-Fraktionssprecher Timo Horst klar, dass die Festspiele mehr als nur ein singuläres Ereignis im Jahr seien, wie von der FWG behauptet: „Vielmehr sind sie ein herausragender Werbeträger“, so Lammeyer, „der unsere Stadt bundesweit und darüber hinaus ganzjährig bewirbt“.

In der Folge konnten laut Studien der Wormser Hochschule steigende Tourismuszahlen und eine nachhaltige Verbesserung des Images der Nibelungenstadt Worms nach innen und außen verzeichnet werden. Gerade auch im Dialog mit der Wormser Wirtschaft werde immer wieder deutlich, dass der Wirtschaftsstandort von den Festspielen profitiere, da sie die Aufmerksamkeit von Investoren auf Worms lenke.

„Wer wie die FWG glaubt, dass die Festspiele nur einmal im Jahr ihre Wirkung entfalten, sollte sich intensiver mit den Fakten und der daraus resultierenden positiven Entwicklung beschäftigen“, so die beiden Sozialdemokraten, die die plötzlich geübte Kritik verwundert – immerhin haben die Vertreter der Freien Wähler im Gesellschafterausschuss dem Wirtschaftsplan zugestimmt.

Schwarze Null beim Rechnungsergebnis

Offenbar habe die FWG auch nicht die aktuellen vorläufigen Rechnungsergebnisse zur Kenntnis genommen, merkt Timo Horst an. Denn Dank der Sparpolitik von Oberbürgermeister Michael Kissel habe man eine schwarze Null beim Rechnungsergebnis erreichen können. Entsprechend könne man nicht davon reden, dass die kulturellen Einrichtungen in unserer Stadt durch Schulden finanziert werden.

Entschieden wehren sich die Sozialdemokraten dagegen, die Kultur gegen den Bildungsbereich oder andere Ressorts auszuspielen. Allein im baulichen Bereich seien seit 2009 über 113 Millionen Euro in Wormser Schulen investiert worden und das Sanierungsprogramm zugunsten der Schulen werde weiterhin intensiv fortgeführt. „Die Attraktivität einer Stadt und damit ihre Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, wird von verschiedenen Säulen getragen“, macht Lammeyer deutlich. „Kultur stellt eine tragende Säule für Worms dar. Die Investition in unsere Festspiele sind unser Werbeetat für die Stadt Worms, um den uns viele konkurrierende Städte beneiden.“