„Wir sind Teil von Worms“

Kommunales

Wohnungsbau GmbH Worms investiert 80 Millionen Euro / SPD-Stadtratsfraktion zu Gast

In den kommenden fünf Jahren plant die städtische Tochtergesellschaft der Wohnungsbau GmbH Worms ein ehrgeiziges Investitionsprogramm in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro. „Wie ein Leistungssportler arbeiten wir mit Plan und Ziel und sind gespannt, wo wir dann am Ende stehen werden“, erklärte Stefan Hoffmann als verantwortlicher Geschäftsführer der Wohnungsbau gegenüber der SPD-Stadtratsfraktion bei ihrem Besuch in der Von-Steuben-Straße.

„Das umfangreiche Investitionsprogramm ist im Aufsichtsrat sehr intensiv diskutiert worden“, wusste Oberbürgermeister Michael Kissel als Vorsitzender des Aufsichtsrates zu berichten. „Dass bezahlbare Wohnungen für den Masterplan 2020 gebaut werden, ist sehr begrüßenswert“, lobte er die künftige Ausrichtung des Unternehmens, sich wieder dem Neubau von Wohnraum zu widmen – ohne dabei den zu sanierenden Altbestand vernachlässigen zu wollen.

Brandschutz wird nach Grenfell Tower verstärkt

So würden, wie wiederum Hoffmann einhakte, zum Beispiel in der Dr.-Illert-Straße in Leiselheim alte Aufzugsanlagen ersetzt werden und der Brandschutz erhöht. „Nach dem verheerenden Brandunglück im Grenfell Tower haben wir unsere Gebäude durch Brandschutzgutachter inspizieren lassen“, wurden die SPD-Stadträte rund um ihren Fraktionsvorsitzenden Timo Horst informiert. Zwar verfüge man über keinerlei Hochhäuser, allerdings könnten auch bei einem Gebäude unterhalb von 21,5 Metern Höhe Personen bei einer Katastrophe zu Schaden oder sogar wie in London im vergangenen Jahr zu Tode kommen. Die Ergebnisse der Gutachten werden nach Angaben der Wohnungsbau Schritt für Schritt umgesetzt.

Instandhaltungen und Großprojekte

„Da wir uns als Teil von Worms sehen, möchten wir für unsere Stadt auch etwas leisten“, verwies er danach auf die Vielzahl der Wohnungsbau-Liegenschaften, deren Einfluss auf das Stadtbild Hoffmann „im Guten wie im Schlechten“ betonte. Aus diesem Grund habe man als neue Geschäftsführung bereits das Personal für die Instandhaltung aufgestockt. Außerdem verwies er auf das wichtige Innenstadtprojekt am Fischmarkt, welches zusätzliche Kita-Plätze ins Stadtzentrum bringen wird. „Ohne die Bereitschaft der Wohnungsbau, hier zu bauen, müssten wir das Projekt europaweit ausschreiben“, erläuterte SPD Stadtratsfraktionsvorsitzender Timo Horst.

25 Prozent Sozialwohnungen geplant

Auch im Kontext des Fischmarktes erkundigte sich Patricia Sonek, wie viele Sozialwohnungen in den kommenden fünf Jahren errichtet würden. „Bei neuem Wohnraum streben wir an, circa 25 Prozent als Sozialwohnungen auszuweisen“, unterrichtete der Geschäftsführer gemeinsam mit Amelind Eckel, ihres Zeichens Prokuristin der Wohnungsbau. Einschränkend fügten sie hinzu, dass man hierbei allerdings auch auf staatliche Fördermittel angewiesen sei, deren Zukunft heute noch unbekannt sei.

„Als Sozialdemokraten haben wir uns für einen Aufsichtsratsvorsitzenden eingesetzt, der den Wormser Wohnungsbau entsprechend des sozialen Profils der Gesellschaft weiterentwickelt“, so SPD Vorsitzender Jens Guth. „Der Blick in das Investitionsprogramm zeigt, dass dieser Weg auch eingeschlagen wurde“, dankte SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst gegen Gesprächsende für den unter Stefan Hoffmann und Amelind Eckel neu eingeschlagenen Unternehmensweg zugunsten des Masterplanes für bezahlbaren Wohnraum.