Zusätzliche Kita-Plätze für Pfeddersheim?

Kommunales

SPD-Fraktion beim Vor-Ort-Termin in Pfeddersheim.

SPD-Fraktion vor Ort in Pfeddersheim: Ortsvorsteher wirbt für Modulbauweise als Zwischenlösung

In Pfeddersheim entstehen rund 80 Neubauten auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände. Auch wenn unbekannt ist, ob sich Familien mit Kindern oder zum Beispiel kinderlos bleibende Paare ansiedeln werden, steht nach Angaben des Ortsvorstehers Alfred Haag und seinem Stellvertreter Jens Thill (beide SPD) bereits heute fest: „In unserem wachsenden Ort benötigen wir mehr Plätze für Kindergartenkinder.“ Gerade Pfeddersheim habe eine eigene dörfliche Struktur und benötige deshalb auch genügend Betreuungsplätze vor Ort, betont Jens Thill.
 

Beim Besuch der SPD-Stadtratsfraktion vor der Paternusschule beziehungsweise auch der Zweigstelle der Pfrimmtal Realschule Plus wiederholte Alfred Haag deshalb zunächst den lang gehegten Wunsch, in den Räumen der Zweigstelle der Pfrimmtal Realschule Plus künftig eine Kindertagesstätte in unmittelbarer Nähe zur verbleibenden Grundschule zu errichten. Dies unterstütze auch die SPD-Stadtratsfraktion, so SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst, der Vorteile sowohl für die Grundschule als auch für die Realschule Plus sieht. Die Realschule Plus wünsche sich schon länger, an einem Standort in Hochheim zusammengeführt zu werden, erläutert Horst, der auch gleichzeitig Ortsvorsteher in Hochheim ist. „Das dann mögliche Kinderzentrum mit Kita und Grundschule sei ein zukunftsweisendes Konzept für den Stadtteil“, verdeutlicht Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD).

Bis diese Pläne allerdings umgesetzt werden können, bedürfe es einer Zwischenlösung, um die Zeit bis zur Zusammenlegung der Pfrimmtal Realschule Plus als Voraussetzung für eine Kindertagesstätte entlang der Grabenstraße zu überbrücken, so Ortsvorsteher Haag.

Eine Zwischenlösung stellt eine von der Wormser Sozialdemokratie diskutierte Modulbauweise dar. „Soll dann aber organisatorisch nur die Außenstelle eines bereits bestehenden Kindergartens entstehen oder besser eine eigenständige Einrichtung?“, warf Sozialdezernent Waldemar Herder eine erste Frage auf. Ergänzend hinterfragte Stadträtin Heidi Lammeyer, ob und inwieweit in Betracht gezogen werden solle, einen der drei städtischen Kindergärten vollständig umzusiedeln. An der Grabenstraße könnte dann temporär als Modulbauweise eine größere Einrichtung bis zum abschließenden Einzug geplant werden.

„Wir werden prüfen lassen, welche Optionen sinnvoll sind“, fasste SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst die Debatte zugunsten zusätzlicher Kindergartenplätze zusammen. Jens Thill kündigte an, dass ein entsprechender Prüfantrag im Ortsbeirat gestellt wird.