Brandschutz, Barrierefreiheit und Raumbedarf

Kommunales

SPD-Stadtratsfraktion informiert sich über Geschwister-Scholl-Schule / Steigende Schülerzahlen benötigten Schulraum

In Rheinland-Pfalz und auch in der Nibelungenstadt entscheiden allein die Eltern, ob ihr angehendes Schulkind mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf ein Förderzentrum wie die Geschwister-Scholl-Schule oder an einer regulären Grundschule inklusiv unterrichtet werden soll. „Wir erleben allerdings, dass sich sehr viele Eltern wieder verstärkt (bitte streichen) für unser Förderzentrum entscheiden“, verwies Schulleiterin Ursula Happ beim Besuch der SPD-Stadtratsfraktion in der Geschwister-Scholl-Schule und ihrer beiden Außenstellen auf voraussichtlich erneut steigende Schülerzahlen.

Herausfordernde Schülerzahlen

„Eltern wissen unsere kleinere Klassen mit einer Förderschullehrkraft und je einer pädagogischen Fachkraft in Vollzeit zu schätzen“, nannte Petra Klenk als stellvertretende Schulleiterin wesentliche Gründe für den zu beobachtenden Trend. „Außer an den Schülerzahlen sehe ich gemeinsam mit den Eltern die Erfolgserlebnisse der Kinder an den Weihnachtsfeiern der Geschwister-Scholl-Schule“, lobte Oberbürgermeister Michael Kissel das Engagement der Schulgemeinschaft. Gleichwohl resultiere aus den erzielten Erfolgen die Herausforderung eines zunehmenden Raumbedarfes für die Schulgemeinschaft. Sobald die Schulaufsicht des Landes einen erweiterten Raumbedarf feststelle, werde die Stadt Worms dann für weitere Räume sorgen müssen.Bereits kurze Zeit nach dem Ortstermin konnte Oberbürgermeister Michael Kissel vermelden, dass die Verwaltung bereits Angebote für moderne Schulraumcontainer einhole, um die aktuell sich abzeichnenede Raumnot am Standort Geschwister-Scholl-Schule deutlich zu mildern.

Beim Rundgang durch die Schulgebäude veranschaulichte die Schulleitung das Raumdefizit. An allen drei Standorten anhand fehlender Fach- und Förderräume. Außerdem übersteigt die Schülerzahl ab Klassenstufe 5 deutlich die vom Ministerium vorgegebene Höchstzahl von 9 Schülern pro Klasse. Anschließend beklagten die beiden Schulelternbeiräte Jürgen Lauer und Heike Becker sowie Maria Unterschütz als Mitglied des örtlichen Personalbeirates eine mangelnde Barrierefreiheit der historischen Schulgebäude.

Außenstellen im Blick

„Ergänzend müssen wir vermutlich in der Außenstelle Abenheim und in der Neusatzschule den Brandschutz modernisieren“, merkte SPD Fraktionsvorsitzender Timo Horst an. Sogenannte Brandlasten wie elektrische Leitungen müssten aus den Fluren verbannt werden, so dass der vorbeugende Brandschutz immer mit enormen Eingriffen verbunden sei, so Beigeordneter Uwe Franz. „Entsprechend investieren wir Millionen in den Brandschutz und einhergehende Gebäudesanierungen“, erinnerte Franz im Falle des Förderzentrums sowohl an die energetische als auch an die Brandschutzsanierung in den Fluren des Hauptgebäudes der Geschwister-Scholl-Schule.

Schule um Schule sanieren

Langfristig, glaubt SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst, gestalte sich ein einziger Schulstandort als beste Lösung für das Förderzentrum – jedoch bestehe an keinem der drei Standorte ausreichend Raum beziehungsweise Fläche für solch ein Projekt. „Als Sozialdemokratie betrachten wir es als unsere Pflicht, unseren Schulen zu helfen“, verdeutlichte Horst den Anspruch, weiterhin Schule um Schule ihre jeweiligen Gebäude mit Investitionen in Millionenhöhe zu modernisieren.