„Fühlen uns den Menschen in unserer Stadt verpflichtet“

Veröffentlicht am 11.03.2019 in Kommunales

Machte als jüngster SPD-Stadtratskandidat den Anstich: Jonas Deichelmann

Sozialdemokraten läuten Europa- und Kommunalwahlkampf ein / Volles Haus bei Politischem Aschermittwoch der SPD Worms

Worms, 6. März 2019
Über mangelnden Besuch konnte sich die Wormser SPD an ihrem Politischen Aschermittwoch im Brauhaus Zwölf Apostel wahrlich nicht beschweren. Bei vollem Haus und spürbar heiterer Stimmung eröffnete SPD-Vorsitzender Jens Guth die Traditionsveranstaltung mit einem leidenschaftlichen Appell zur Europa- und Kommunalwahl, bevor der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Timo Horst, die Versammlung auf den anstehenden Wahlkampf einstimmte. Dabei skizzierte der designierte SPD-Spitzenkandidat zur Stadtratswahl die personelle und inhaltliche Neuausrichtung seiner Partei nach der verlorenen Oberbürgermeisterwahl im zurückliegenden Jahr.

„Die vergangenen Monate waren auch mit Enttäuschungen verbunden. Doch während andere sich noch immer selbst feiern oder sich im Einzelfall gar selbst bemitleiden, haben wir uns inhaltlich und personell neu ausgerichtet, um den Wormserinnen und Wormsern bei der anstehenden Kommunalwahl ein vielversprechendes Angebot machen zu können“, bekräftigte Horst den ungebrochenen Ehrgeiz der Genossen, auch weiterhin Verantwortung für die Entwicklung der Stadt übernehmen zu wollen. Mit Blick auf den Slogan der Wormser SPD „Worms im Herzen“ und das dazugehörige Kampagnenlogo zur Kommunalwahl sagte Horst: „Herzen müssen rot sein und leidenschaftlich für die Stadt brennen – unser Herz schlägt für Worms und das schon seit über 150 Jahren,“ hob er die Tradition der Wormser Sozialdemokratie hervor.

Dass man die Wünsche und Sorgen der Bürger ernst nehme, macht Horst am Beispiel programmatischer Anträge der SPD im Stadtrat deutlich: „Das Thema Sicherheit und Ordnung beschäftigt die Menschen in unserer Stadt. Aus diesem Grund haben wir dafür gesorgt, dass der Ordnungsdienst personell aufgestockt wird. Außerdem fordern wir Präsenzzeiten rund um die Uhr an allen sieben Tagen der Woche“. Derweil scheine es so, als hätten andere Parteien nicht anderes im Sinn, als innerstädtische Straßen zu überdimensionierten Rodelbahnen umfunktionieren zu wollen, so Horst weiter.

Beim Thema Wormser Wohnungsmarkt versprachen sowohl der Spitzenkandidat als auch SPD-Chef Jens Guth, in Zukunft keine „Rutschpartien“ zuzulassen. „Als Sozialdemokraten fühlen wir uns den Menschen in unserer Stadt verpflichtet, nicht der Gewinnmaximierung!“ so Guth und Horst übereinstimmend. Mit rechtlichen Rahmenbedingungen für Bebauungspläne, wolle die SPD klare Vorgaben für Investoren schaffen, um staatlich geförderten Wohnraum auch über den „Masterplan Wohnen“ hinaus zu gewährleisten. Zuvor hatte Guth sein Unverständnis darüber geäußert, dass junge Wormser Familien keinen bezahlbaren Wohnungen oder Bauplätze mehr fänden.

Flammender Apell pro Europa

Zum Abschluss appellierte Jens Guth abermals an alle Wähler, am 26. Mai dieses Jahres die Europawahl nicht aus den Augen zu verlieren. „Noch nie seit dem zweiten Weltkrieg war Europa so wichtig. Und doch war Europa noch nie in so großer Gefahr. Wir dürfen diese wertvolle Errungenschaft nicht den Gegnern überlassen!“, erinnerte Guth an die Worte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Dabei nahm er vor allem die AfD scharf ins Visier: „Wer Menschen mit Behinderung mit ansteckenden Krankheiten gleichsetzt, hat in meinen Augen jede demokratische Legitimation verwirkt - und trotzdem klopft solch eine Partei nicht nur an die Tore Europas, sondern auch an die Wormser Rathaustür,“ mahnte Guth.

 
 

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