Innenstadt zukunftsfähig gestalten

Veröffentlicht am 19.01.2021 in Kommunales

Wie lässt sich die Wormser Innenstadt aus baulicher Sicht zukunftsfähig gestalten? Verdichtung lautet das Zauberwort, wie SPD-Stadtrat Carlo Riva als Teilnehmer einer Gesprächsrunde mit den stadtbekannten Architekten Jörg Deibert und S. Schäfer zusammenfasst. „Nicht erst die Schließung von Kaufhof hat gezeigt, dass sich unsere Stadt im Wandel befindet und auf Mega-Trends wie den Onlinehandel mit neuen Ideen und Konzepten reagieren muss“, betont Carlo Riva und sagt mit Blick auf das Treffen mit den Experten: „Unsere Fraktion sieht sich in der Pflicht am Wandel der Innenstadt aktiv mitzugestalten. Ziel muss es aber auch sein, bestehende Ideen politisch voranzubringen, denn an Ideen mangelt es nicht.“

Beispielhaft lässt sich das Grundstück zwischen der KW, Kriemhildenstraße, Lutherring und Luisenstrasse anführen. Hier lagen den 50er Jahren lagen ca. 6500 qm brach, vor einigen Jahren wurden neue Gebäude in Richtung Lutherring gebaut. Die ehemalige AfA Passage und vor allem das benachbarte Grundtück zwischen KW und Kriemhildenstrasse mit 1,500 qm sind aber weitgehend ungenutzt. Die beiden Architekten begannen bereits 2016 gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und dem Baubereich Pläne zu schmieden, wie sich das Gebiet verdichten und nutzen lässt. Weitere Anfragen von Seiten der beiden Architekten ergingen auch an die REWE Zentrale für den Bau eines Supermarktes mit hochwertigen Angeboten und mit der CARITAS. „Die Pläne zu einer Bebauung, vor allem mit Wohngebäuden und Parkmöglichkeiten war uns wichtig um dieses Gebiet, war uns wichtig“, sagt Jörg Deibert. Doch durch den Verkauf eines Grundstückes von Seitens der Verwaltung, konnte eine weitere Planung nicht mehr erfolgen. Seitdem liegt das große Gelände fast ungenutzt und wartet auf eine Reaktivierung. Dies folge dem Grundsatz Innenentwicklung vor Außenentwicklung, bekräftigt Jens Guth, Landtagsabgeordneter. Guth will sich auch weiterhin für Fördermittel für die Innenstadt einsetzen. Uwe Gros betonte, dass man die Wilhelm-Leuschner-Straße (KW) nicht perse schlechtreden sollte. Die KW könnte in Zukunft durch Wohnen, Nahversorgung und Gesundheit, durch die Apotheken, Ärzte und Optiker eine neues Profil gewinnen. Als absoluten Pluspunkt nannte Gros den neuen Gemüse- und Obstladen in der KW. Mehr Nahversorger mit Lebensmitteln wäre in diesem Bereich der Innenstadt wünschenswert. 

„Aufgrund einer dramatischen Wohnungssituation in der Stadt und einer starken Anfrage junger Familien sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, sagt Carlo Riva, dessen Appell von Fraktionschef Timo Horst ergänzt wird: „Wir müssen auch hier dringend 25% sozialen Wohnraum erreichen um die bereits getroffene Entscheidung in einer vergangenen Stadtratssitzung zu erfüllen“. Daher werden die Sozialdemokraten bei der Verwaltung eine neuerliche Prüfung nach Verdichtungs-Möglichkeiten anregen. 

 
 

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