„Innovativer Mix“ für Leiselheim

Ortsverein

ASB im Gespräch mit SPD-Leiselheim

Stadtteil profitiert von vielfältigen Angeboten

Schon fast traditionell ist der Austausch zwischen dem in Leiselheim ansässigen Arbeiter Samariter Bund in der Dr.-Illert-Straße und den Vorort-Sozialdemokraten, die sich gerade wieder zum Austausch trafen. Geschäftsführer Ralf Hoffmann und Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dirk Beyer schilderten dabei den aktuellen Status des beliebten Wohlfahrtverbandes und gaben perspektivisch Auskunft über geplante Projekte und Weiterentwicklungen am Standort.

 

„8500 Mitglieder hat der Verband aktuell, über 200 Mitarbeiter, wovon die Hälfte hauptamtlich aktiv ist und dies in etwa 20 Leistungsbereichen“, informierte Hoffmann über die personelle und strukturelle Situation, bevor er einzelne Themenbereiche ansprach. Im Pflegebereich sei man ebenso tätig wie in der Kinder- und Jugendhilfe. Mit der Schulsanitäter Ausbildung habe man sogar bundesweit Beachtung gefunden und den zweiten Platz beim Förderpreis „Helfende Hand“ gewonnen, freute sich Dirk Beyer, und auch der Wünschewagen ist weit über die Region hinaus bekannt.

Katastrophenschutz ist ein weiterer Bereich in dem sich der ASB aktiv einsetzt. Für die Einsatzfahrzeuge und die zum Teil sehr modernen und teuren Materialien würde sich der Wohlfahrtsverband gerne noch räumlich vergrößern, am liebsten in Leiselheim. Vor kurzem habe man sogar eine Spezialdrohne vom Ministerium bekommen, die im Katastrophenschutz und unter anderem auch in der Personensuche zum Einsatz kommen kann, berichteten die ASB-ler stolz. Bezüglich möglicher Erweiterungsflächen und Hallenkapazitäten versprachen die Genossen sich umzuhören und nach Möglichkeiten zu suchen.

Auf dem großen Außengelände des angekauften Nachbargebäudes könne leider keine entsprechende Halle errichtet werden, da hier kein Baugebiet mehr sei und hinsichtlich der Nutzung des Gebäudes seien die Planungen noch nicht ganz abgeschlossen, so Hoffmann. Hier könnte ein vernetztes Wohn-, Pflege- und Betreuungsangebot, zum Beispiel mit den Bausteinen betreutes Wohnen und ambulante Nachtpflege installiert werden. Letzteres stieß bei den Sozialdemokraten auf Begeisterung. „Ambulante Nachtpflege gibt es bis dato in Worms noch nicht“, freut sich Stadträtin Patricia Sonek, die die 4-köpfige Delegation anführte. „Dies wäre gemeinsam mit der ambulanten Tagespflegeeinrichtung, die seit Jahren hervorragend angenommen wird, wirklich ein innovativer Mix für Leiselheim und darüber hinaus“. Wahren Jubel erntete die Mitteilung, dass angedacht sei im Obergeschoss des Gebäudes eine Begegnungsstätte einzurichten. „Hiervon würde ganz Leiselheim profitieren“, freuten sich die Sozialdemokraten.

Weiteren Grund zur Freude war der von Stadträtin Patricia Sonek und der damaligen Vorsitzenden des Ortsvereins Ursula Frank ins Leben gerufene Fahrdienst mit dem ASB. Dieser bringt Seniorinnen und Senioren immer noch einmal in der Woche (Freitagsvormittags) zu zwei nahe gelegenen Supermärkten und unterstützt diese auf Wunsch auch beim Einkaufen – und das schon seit fast 10 Jahren. „Ein toller Service für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger der kostenfrei zur Verfügung gestellt wird“, dankt Sonek im Namen aller aktuellen und künftigen Nutzer. „Für Leiselheim eine absolute Bereicherung!“

Natürlich wurde auch das Straßenverkehrsthema angesprochen, denn der ASB-Rettungsdienst ist direkt von Lösungsansätzen und Änderungen bezüglich der Befahrung der Winzerstraße betroffen. „Eine Einbahnregelung für die Winzerstraße funktioniert für uns nur stadtauswärts. Auch die Fahrstrecke des Notarztes, der vom Klinikum kommt und in westliche Richtung ausrücken muss, muss bedacht werden. Für unsere Einsatzfahrzeuge und schnelle Einsatzzeiten ist es darüber hinaus immens wichtig, dass vom Stützpunkt aus in beide Richtungen abgefahren werden kann“, schildern Hoffmann und Beyer. Hierbei wurde dann zwangsläufig das Thema „Verstellen von Rettungswegen durch Falschparker“ angesprochen, was die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen des ASB erschwert und verzögert. Hier waren sich die Beteiligten einig, dass die Rücksichtslosigkeit der einzelnen Verkehrsteilnehmer hierfür verantwortlich sei und diesbezüglich ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden müsse. „Jeder kann in eine Notsituation geraten, in der schnelle Hilfe unverzichtbar ist“, so Ortsbeiratsmitglied Heinrich Bock.

Abschließend bedankt sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dirk Dörsam für die ausführliche Darstellung der umfangreichen Tätigkeitsfelder sowie die bisher geleistete Arbeit des Wormser ASBs. „Für den unermüdlichen Einsatz und die richtungsweisenden Innovationen gebührt den Samaritern unser aller Dank“, schließt Dörsam das informative Gespräch.

 
 

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