Malu Dreyer: Selbst Aktiv wichtiger Impulsgeber bei Inklusion und Teilhabe

Kommunales

Der SPD Arbeitskreis Worms folgte der Einladung Bundesarbeitsgemeinschaft "Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD" zu einer Fachveranstaltung mit dem Thema „Kultur und Teilhabe“ nach Ingelheim

„Bei den  interessanten Diskussionen wurde sehr deutlich - Politik braucht einen langen Atem“, so Maria Unterschütz von Selbst Aktiv der SPD Worms. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von Malu Dreyer, die die Initiative von Selbst Aktiv zu den Wahlrechtsausschüssen als Sozialministerin aufgegriffen und dann im Bundesrat als Initiative 4913 in den Bundespolitik eingebracht hatte.

„Jetzt steht das gemeinsame Ziel diese Wahlrechtsänderung kurz vor der Umsetzung“, stellte Helmut Bauer fest vom Wormser Vorstand Selbst aktiv. Malu Dreyer betonte die wichtige Rolle von Selbst Aktiv. Die Arbeitsgemeinschaft gebe Menschen mit Behinderung eine wichtige Stimme in der SPD. Selbst Aktiv entscheide mit, wenn es um die Verwirklichung umfassender Teilhabe am politischen Leben für alle geht, so Malu Dreyer.

Malu Dreyer lobte das Bundesteilhabegesetz als „Meilenstein“, der die konkrete Lebenssituation von Menschen mit Behinderung konkret verbessere. Gegenstand der gemeinsamen Arbeit sei es, das Bundesteilhabegesetz nun auf Bundesebene weiterzuentwickeln und die Verwirklichung auf Landesebene umzusetzen. Dies müsse jeweils im Dialog mit behinderten Menschen geschehen. Die Stärkung von Teilhabe und Inklusion sei ein zentraler Bestandteil der SPD und unterstreiche den Willen, alle Zielgruppen einzubeziehen, so Malu Dreyer.

Thomas Landini, Leiter der Stabsstelle „Inklusion in der Weiterbildung“ erläuterte wie in der Weiterbildung in Ingelheim Inklusion mitgedacht wird und stellte verschiedene Projekte vor.

Ebenfalls aus Ingelheim eingeladen waren Klaus Großmann und Lars Strömel, Rektor und Konrektor der Brüder-Grimm-Schule.

Die Brüder-Grimm-Schule sammelte in den letzten Jahren überregionale Aufmerksamkeit mit ihrem Konzept einer inklusiven Schule und erhielt für ihre Arbeit verschiedenste Auszeichnungen.

Unter anderem den Jakob-Muth-Preis 2014 für inklusive Schule und den Inklusiven Schulpreis 2016 in Rheinland-Pfalz. Seit 2001 ist die Brüder-Grimm-Schule eine Schwerpunktschule in der beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Grundschüler*innen

Gemeinsam beschult werden. Unterschütz und Bauer waren besonders angetan von den Ausführungen Landinis, der seine Fortbildungsangebote speziell für die Volkshochschulen spezifizierte. Eine Anregung, die sie mitnahmen und an die Stadtratsfraktion weitergeben werden.

„Solche Vorbilder, wie die inklusive Gebrüder-Grimmschule müsste es viele geben“, resümierte Bauer nach dem Vortrag der Rektoren, dann wären wir in der Schulinklusion einen großen Schritt weiter.