Menschenwürdige Sterbebegleitung in Worms

Kommunales

SPD-Worms unterstützt ökumenische Verbände bei Plänen für ein Hospiz im Hochstift Worms

Die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung ist für Patienten und Angehörige in vielerlei Hinsicht eine schwere Nachricht. Um eben jenen Menschen eine würdige Sterbebegleitung zu ermöglichen, trafen sich der SPD-Landtagsabgeordnete Jens Guth und der Fraktionsvorsitzende Timo Horst mit den Verantwortlichen der Caritas Worms und des Diakonischen Werks Worms-Alzey. Im Gespräch mit dem Caritas-Geschäftsführer Georg Dieterich und dem Geschäftsführer der Diakonie, Klaus Engelberty, ging es um die Pläne für die Einrichtung eines Hospizes in Worms, welche die SPD im Aufsichtsrat des Klinikums sowie im Stadtrat gerne unterstützen will.

Dafür soll das Wormser Hochstift, genau genommen Block A des ehemaligen Klinikum-Standortes, wieder reaktiviert werden. Zusammen hat man bereits erste Pläne erstellt, in denen in den oberen drei Stockwerken des Blocks insgesamt zwölf Belegplätze sowie sieben Gästezimmer vorgesehen sind. Außerdem ist eine Begrünung der Dachterrasse angedacht, sodass Patienten und Angehörige einen Blick auf die Stadt, umgeben von grüner Natur, erleben können. Die bisher dort untergebrachten Mediziner und Ergotherapeuten würden weiterhin in ihren Räumlichkeiten bleiben.

"Dieser von beiden Institutionen favorisierte Standort im Hochstift rückt in greifbare Nähe und wird von der SPD ausdrücklich unterstützt", berichten Jens Guth und Timo Horst nach den Gesprächen. Demnach kann unabhängig von dem geplanten Hospiz in Eppelsheim auch in Worms die Einrichtung weiterverfolgt werden. In den Gesprächen erfuhren die beiden Politiker auch vom Schicksal einer Wormserin, die die eigene Verlegung ins Hospiz außerhalb von Worms absagen musste, da sie sonst ihren jugendlichen Sohn nicht mehr hätte sehen können. Rosemarie Schmitt berichtete aus eigenen Erfahrungen welche Schwierigkeiten gerade ältere Menschen haben, Lebenspartner oder alte Freunde in einem weiter entfernten Hospiz zu besuchen. Timo Horst findet: "Eine Stadt der Größe und der Bedeutung von Worms braucht ein eigenes Hospiz. Dadurch müssten betroffene Menschen nicht mehr nach Bensheim oder eben Eppelsheim ausweichen und könnten so wichtige Zeit und auch Geld sparen."

Die bisher Beteiligten laden außerdem alle Mitglieder der weiteren Wohlfahrtsverbände ein, sich zu einzubringen, sodass aus dem geplanten Hospiz ein Projekt aller Sozialverbände werden kann. Jutta Bingenheimer hat kürzlich aus voller Überzeugung für die Einrichtung eines Hospiz in Worms gespendet.