Neue Wege in der Gewerbeansiedlung

Kommunales

SPD-Vertreter tauschen sich mit IHK über Zukunftsstrategien für Wormser Wirtschaftsstandort aus / Keine Spielraum für Steuererhöhungen

Dank der bundesweiten Hochkonjunkturphase und des konstant niedrigen Zinsniveaus boomt die Wormser Wirtschaft und spült jährlich bis zu 50 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen in die Kassen der Nibelungenstadt. Auf Initiative des neuen Wirtschaftsbeauftragten der SPD Worms, Ralf Lottermann, trafen sich nun MdL Jens Guth, Fraktionschef Timo Horst und SPD-Geschäftsführer Leon Giegerich mit IHK-Vizepräsident Michael Kundel und IHK-Geschäftsführerin Andrea Wensch, die künftige Ausrichtung der Wormser Wirtschaftspolitik zu diskutieren. Kundel machte in diesem Gespräch umso mehr deutlich, dass eine Kooperation zwischen Stadt und der Wormser Wirtschaft wichtig sei. Schließlich trage die Wirtschaft über Sponsoring und Realsteuersätze viel zum städtischen Haushalt bei.

"Mit der SPD wird es in der kommenden Stadtratsperiode keine Anhebung der Gewerbesteuer geben," betonte SPD-Fraktionschef Timo Horst. Gleichzeitig kündigte der SPD-Spitzenkandidat zur Kommunalwahl an, stattdessen stärkere Anreize für eine Ansiedlung von Unternehmen aus Forschung und Entwicklung insbesondere im Bereich  Digitalisierung setzen zu wollen und damit eine optimale Ansiedlung auf den begrenzt verfügbaren Gewerbeflächen im Stadtgebiet zu gewährleisten.

"Wir stehen ausdrücklich zum verarbeitenden Gewerbe hier in Worms, müssen aber künftig stärker in Zukunftstechnologien setzen", konkretisierte Guth den Wunsch nach einer höheren digitalen Wertschöpfung am Beispiel der Firma Kobil und dem Wormser Spielentwickler Kalypso Media. Mit dem Gründerzentrum und der Gründerwerkstatt habe die Stadt bereits einen wichtigen Grundstein gelegt, um innovativen Unternehmen den Einstieg zu erleichtern. Daran gelte es nun anzuknüpfen und gemeinsam mit allen relevanten Akteuren aus der Wirtschaft und der Hochschule ein Gesamtkonzept zu entwickeln, schloss sich Ralf Lottermann seinen Vorrednern an. Gleichzeitig brachte Giegerich einen Technologie- und Digitalisierungspark ins Gespräch.