Fahrradfahren in Worms muss einfacher und sicherer werden. Wir wollen daher das Radwegenetz in Worms ausbauen und daran arbeiten, Gefahren für Radfahrer zu verringern. Das Ziel muss sein, dass selbst Kinder sicher das Fahrrad für den Schulweg nehmen können. 

Konzept der Radwege aus den Vororten in die Innenstadt

Ein erster Schritt war es, die Planung für den Ausbau der Radwege aus den entfernteren Stadtteilen Rheindürkheim, Herrnsheim, Abenheim, Pfeddersheim, Heppenheim, Wiesoppenheim, Horchheim und Weinsheim auf den Weg zu bringen. Zur Einbindung von Politik und Interessenverbänden hat unsere Verwaltung eine Projektgruppe Rad ins Leben gerufen, welche aus Mitgliedern aller Parteien, des ADFC und der Umweltverbände zusammengesetzt wurde. Alexandra Zäuner und Jens Guth sind für die SPD am Start und entwickeln gemeinsam mit der Verwaltung Verbesserungsvorschläge für den Radverkehr in unserer Stadt. Die Verbesserungsvorschläge wurden für alle Routen dokumentiert und werden in den nächsten Jahren sukzessive von der Verwaltung umgesetzt. Eine erste Maßnahme daraus war die Umsetzung der baulichen Abgrenzung des vorhandenen Radfahrstreifens im Bereich der Bahnunterführung der Speyererstraße zwischen dem Asgard Hotel und der Kreuzung Kirschgartenweg, um Radfahrer*innen auf der Route zu den Eisbachtalgemeinden mehr Sicherheit zu geben (s. Bild).

Radverkehrsnetz Innenstadt

In einem nächsten Schritt möchte die SPD nach Verabschiedung des Mobilitätskonzeptes ein Netz aus zusammenhängenden Radwegen in der Innenstadt schaffen. Es soll die ankommenden Radwege aus den Vororten weiterführen und die unterschiedlichen Ziele öffentlichen Interesses unserer Stadt verbinden. Aufgrund der über die Jahrhunderte gewachsenen engen urbanen Struktur in unserer Stadt können selten in der bestehenden Infrastruktur die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Daher müssen konzeptionell zusammenhängende Netze für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer geplant werden, die es ermöglichen, Prioritäten für den Radverkehr zu setzen, um dem Radfahrer mehr Raum zu geben. Dies kann durch die Umwandlung von Fahrstreifen in Radwege, die Anlage von Radfahr- oder Schutzstreifen, oder die Umwidmung ganzer Straßen ermöglicht werden.

Fahrradstraße im RadNETZ in Freiburg (Werthmannstraße)

Eine wichtige Form der Angebotsverbesserung und Radverkehrsförderung stellt die Ausweisung von Fahrradstraßen im Verlauf von Hauptverbindungen durch verkehrsarme Straßen dar. Durch ein Netz an Fahrradstraßen können außerdem die Hauptachsen des Fahrradverkehrs in einer Stadt beschleunigt werden. So kommen Fahrradfahrer*innen schneller zum Ziel. Das erhöht die Motivation, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren.

Fahrradstraßen

Bereits Ende 2019 hat die SPD die Verwaltung damit beauftragt, die Einrichtung einer Fahrradstraße unter Freigabe von Anliegerverkehr in der Gewerbeschulstraße mit Schaffung einer Durchfahrmöglichkeit zur Hochheimer Straße zu prüfen. Die Gewerbeschulstraße bietet für Radfahrer*innen eine sichere Möglichkeit, parallel zur hoch belasteten und in diesem Abschnitt engen Alzeyer Straße aus Richtung Hochheimer Straße in die Innenstadt zu gelangen. Das Befahren und insbesondere das Parken soll für die Anlieger weiterhin möglich sein. Eine Bevorrechtigung der Radfahrer an den Einmündungen würde zusätzlich die Attraktivität für Radfahrer erhöhen.